Hochschule Harz

Pressemitteilungen


Hier finden Sie die Artikel, die im Nachgang der Vorlesungen der GenerationenHochschule erstellt wurden und Ihnen somit einen Überblick über die Inhalte der einzelnen Veranstaltungen geben. Eine komplette Übersicht aller versandten Pressemitteilungen bietet Ihnen unser Pressearchiv.




09.06.2015 | Vorlesung Juni 2015, "Internationale Finanzkrise - Euro-Schuldenkrise - Niedrigzinsen. Wo stehen wir 2015?"

Prof. Dr. Niels O. Angermüller, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Hochschule Harz

"GenerationenHochschule aktuell befasst sich mit der Komplexität der internationalen Finanzkrise"

„Bisher werden die Ursachen nicht hinreichend bekämpft, sondern lediglich Symptome kuriert“

Am Dienstag, dem 9. Juni 2015, fanden sich knapp 200 Interessierte zu einer aus aktuellem Anlass anberaumten Sonderveranstaltung der GenerationenHochschule auf dem Wernigeröder Campus ein. Prof. Dr. Niels Angermüller, Hochschullehrer für Finanzmanagement/ Finanzdienstleistungen am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, lockte – getreu dem Titel der beliebten Vorlesungsreihe – Vertreter aller Altersklassen in das AudiMax der Hochschule Harz. Der international anerkannte Experte berichtete bereits mehrfach über das globale Wirtschaftsgeschehen und sprach diesmal zum Thema „Internationale Finanzkrise – Euro-Schuldenkrise – Niedrigzinsen. Wo stehen wir 2015?“. Damit schaffte er, so Prorektor Prof. Dr. Georg Westermann bei der Begrüßung, „das nötige akademische Wissen zur gegenwärtigen Situation“. Angermüller betonte gleich zu Beginn, dass sein erneuter Vortrag bei der GenerationenHochschule ein Indiz dafür sei, dass „die Finanzkrise nicht ohne weiteres lösbar ist“.


Um die Zusammenhänge und Komplexität der Lage zu ergründen, gab der Professor detailliert Auskunft über die Vorläufer der Schieflage, darunter enorme Preisblasen an den Immobilienmärkten, die zu einer systemischen Vertrauens- und Liquiditätskrise führten. Er erläuterte, wie die Krise zu uns kam: „Einige Länder haben schon über Jahrzehnte keine solide Haushaltspolitik betrieben, wurden aber dennoch zum Euro zugelassen, die internationale Finanzkrise belastete deren Haushalte zusätzlich bis hin zu drohenden Staatsbankrotten“. Dies sei ein Dauerbrenner, „weil bisher nicht hinreichend die Ursachen bekämpft, sondern lediglich Symptome kuriert werden“, gab der gebürtige Harzer zu bedenken. Er räumte zudem mit einem Vorurteil auf: „Es liegt keine Währungskrise vor, Anzeichen dafür wären massive Wechselkursschwankungen und sehr hohe Inflationsraten“. Zentrales Problem seien vielmehr die Schuldenstände einiger Länder vor denen jedoch insesondere Professoren eindringlich gewarnt hatten. Der Euro sei eher ein politisches denn ein ökonomisches Projekt. Nun ginge es um das Bekenntnis zu einer Transferunion oder die Akzeptanz von Staatsbankrotten. Diese Frage müsse jedoch demokratisch beantwortet werden. Angermüller stellte klar: „Man muss abwägen: Sind die aktuellen Maßnahmen wirklich zielführend oder werden Lösungen nur herausgezögert?“. Es könne eine politische Antwort sein, dass Hilfen gewünscht sind, deren aktuelles Ausmaß sei jedoch nicht demokratisch legitimiert. „Es wurden bereits so hohe finanzielle Zugeständnisse gemacht, dass bei deren Realisation hohe Verluste auf Deutschland – und andere Länder – zukämen“, so der Referent. Nach einer ausführlichen Beleuchtung der Lage Griechenlands war das Fazit bedrückend: „Die Situation ist nach wie vor äußerst schwierig und ein ‚Grexit‘ wird zunehmend wahrscheinlicher“.


Niels Angermüller, der an der Universität Göttingen zum Thema „Internationale Finanzmärkte und Finanzmarktkrisen“ promoviert hat und für die Volkswagen Bank GmbH als Manager im Bereich „Risk and Development“ in der Dubliner Niederlassung tätig war, beleuchtete abschließend die Niedrigzinsen und deren Konsequenzen. Dabei wurde deutlich, dass die ultra-expansive Geldpolitik der EZB letztlich auf die Gesamtentwicklung in der Eurozone abzielt; für Deutschland seien die Leitzinsen in Anbetracht der stabilen Konjunktur jedoch eindeutig zu niedrig. „Unterm Strich bleibt, dass Niedrigzinsen als erhebliches Risiko einzuschätzen sind: für Banken, für Versicherer und auch für Privatpersonen, dort insbesondere im Bereich der Altersvorsorge“, so der Wirtschaftswissenschafter zusammenfassend.


Die GenerationenHochschule verabschiedet sich nach diesen brandaktuellen Betrachtungen in die Sommerpause, der nächste Vortrag findet am Dienstag, dem 1. September 2015, von 17 bis 19 Uhr im AudiMax („Papierfabrik“, Haus 9) auf dem Wernigeröder Campus statt. Steffen Wendlik widmet sich dem Thema „Graf Botho zu Stolberg-Wernigerode (1805-1881) – Ein Historiker von Stand“. Die Teilnahme an der GenerationenHochschule ist wie immer kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt unter www.generationenhochschule.de.




Bild: GenerationenHochschule aktuell zum Thema „Internationale Finanzkrise – Euro-Schuldenkrise – Niedrigzinsen. Wo stehen wir 2015?“ mit Prof. Dr. Niels Angermüller vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Harz.

Bild: GenerationenHochschule aktuell zum Thema „Internationale Finanzkrise – Euro-Schuldenkrise – Niedrigzinsen. Wo stehen wir 2015?“ mit Prof. Dr. Niels Angermüller vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Harz.

02.06.2015 | Vorlesung Juni 2015, „Mehr als 100 Jahre organisierte Urlaubsreisen - Eine Erfolgsgeschichte auch in der Zukunft?“

Prof. Dr. Volker Böttcher, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Hochschule Harz

"90. GenerationenHochschule: Touristik-Experte der Hochschule Harz gibt Einblick in die Reiseindustrie"

„Ehemaliger TUI-Vorstand erklärt die Pauschalreise in Zeiten der Digitalisierung“

Knapp 200 Zuhörer strömten am Dienstag, dem 2. Juni 2015, in den größten Hörsaal der Hochschule Harz, um dem Vortrag des ehemaligen TUI-Vorstandes Prof. Dr. Volker Böttcher zu folgen. Unter dem Titel „Mehr als 100 Jahre organisierte Urlaubsreisen – Eine Erfolgsgeschichte auch in der Zukunft?“ gewährte der Touristik-Experte, der seit 2014 eine Professur für Tourismusmanagement am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften vertritt, nicht nur interessante Einblicke in die Entwicklung der Reise-Industrie, sondern erläuterte zudem, welchen Herausforderungen die Branche gegenübersteht.


Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann eröffnete die 90. Veranstaltung der GenerationenHochschule; er betonte: „Mit dem heutigen Vortrag gibt es nicht nur das passende akademische Fundament für die nahende Urlaubszeit, sondern das Publikum unserer beliebten Vorlesungsreihe lernt mit Prof. Böttcher gleichzeitig einen anerkannten Experten aus der Praxis kennen. Seine Erfahrungen im internationalen Management des touristischen Großkonzerns TUI bereichern das Lehrangebot in den Tourismusstudiengängen und bieten den Studierenden wertvolle praxisorientierte Einblicke“.


Volker Böttcher erläuterte, dass die Sicherheit der Pauschalreisen, der geringe Aufwand bei der Buchung und die Informationsleistungen der Reiseveranstalter aus Kundensicht lange Zeit primäre Entscheidungskriterien bei der Urlaubsplanung waren. „Die Veranstalter übernahmen die gesamte Organisation. Dieses Rundum-Sorglos-Paket war der wesentliche Faktor, warum sich Urlauber für Pauschalreisen entschieden haben“, so der Hochschullehrer für Tourismusmanagement. Inzwischen üben jedoch Strukturwandel und Digitalisierung einen starken Einfluss aus. „Wir sind zunehmend vom Internet geprägt“, erläuterte Böttcher und ergänzte: „Niemand braucht heute aus technischer Sicht einen Reiseveranstalter“. Immer mehr Kunden gestalten die schönste Zeit des Jahres individuell und buchen die Leistungen eigenständig über das Internet. „Die Bedürfnisse sind differenzierter geworden“, begründete der Experte. Kundenorientierung und Produktentwicklung seien daher ausschlaggebend. Es gelte „relevanter Service aus Kundensicht, statt häufig nicht genutzter Vielfalt“, so der ehemalige TUI-Lenker. Sein Fazit fiel eindeutig aus: „Nur wer seine Stärken kennt, ausbaut und mit den Chancen der neuen Medien kombiniert, kann in den Zeiten der Digitalisierung bestehen. Hierin liegt für etablierte Reiseveranstalter ein erhebliches Chancenpotential“.


Der nächste Vortrag der GenerationenHochschule findet am Dienstag, dem 9. Juni 2015, von 17 bis 19 Uhr im AudiMax („Papierfabrik“, Haus 9) auf dem Wernigeröder Campus statt. Im Rahmen einer Sondervorlesung aus aktuellem Anlass spricht Prof. Dr. Niels O. Angermüller von der Hochschule Harz über das Thema „Internationale Finanzkrise - Euro-Schuldenkrise - Niedrigzinsen“ und fragt: „Wo stehen wir 2015?“. Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt unter www.generationenhochschule.de.




Bild: Prof. Dr. Volker Böttcher vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Harz begeisterte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der GenerationenHochschule mit seinem Vortrag zum Thema „Mehr als 100 Jahre organisierte Urlaubsreisen – Eine Erfolgsgeschichte auch in der Zukunft?“.

Bild: Prof. Dr. Volker Böttcher vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Harz begeisterte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der GenerationenHochschule mit seinem Vortrag zum Thema „Mehr als 100 Jahre organisierte Urlaubsreisen – Eine Erfolgsgeschichte auch in der Zukunft?“.

12.05.2015 | Vorlesung Mai 2015, „Am Wein scheiden sich die Geister. Eine Reise durch die Weinkultur vom Anfang bis zum Ende“

Ingo Swoboda, communication culinaire, text. konzept. moderation., Neustadt an der Weinstraße

"GenerationenHochschule befasst sich mit Spätlese, Eiswein und Grand Cru"

„Referent Ingo Swoboda: „Weinkultur ist Lebenskultur“

Am Dienstag, dem 5. Mai 2015, lockte ein besonders lebensfrohes Thema rund 200 Kultur- und Bildungsinteressierte zur Vorlesung der GenerationenHochschule auf den Wernigeröder Campus der Hochschule Harz. Anlässlich der 89. Veranstaltung referierte Ingo Swoboda, Verlagsgeschäftsführer, Journalist und Restaurantkritiker, zum Thema „Am Wein scheiden sich die Geister. Eine Reise durch die Weinkultur vom Anfang bis zum Ende.“ Neben einem launigen Vortrag bot der charismatische Experte für Kulinarika im Anschluss die Möglichkeit, bei einer exklusiven Weinverkostung im „Oppermann-Saal“ der Hochschulbibliothek Theorie und Praxis zu verbinden.


Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann begrüßte den Referenten mit einigen Betrachtungen zum Lebenslauf und seiner heutigen Wirkungsstätte in Neustadt a.d. Weinstraße, der Partnerstadt Wernigerodes. Bereits zum zweiten Mal konnte Swoboda für die GenerationenHochschule gewonnen werden und erneut bot er ganz ohne mediale Unterstützung, allein durch die Kraft der Sprache, eine unterhaltsame und abwechslungsreiche Vorlesung zum Thema Wein und Genuss. Ganz im Sinne des Titels gewährte der gebürtig aus dem Rheingau Stammende interessante Einblicke in historische Hintergründe, denn „die Geschichte des Weines ist ein Element der Kulturgeschichte des Menschen“, so der Geschäftsführer dreier Restaurants in Deidesheim. Anhand zahlreicher Anekdoten veranschaulichte Ingo Swoboda die Bedeutung des Weines im Wandel der Zeit und erläuterte unter anderem dessen vielfältige Darstellungen in der Kunst, seine medizinische Heilkraft und die Rolle, die ihm in der katholischen Religion zukommt.


Bei einem Wissensquiz rund um die Weinkultur gelang es dem preisgekrönten Autor, die inspirierte Zuhörerschaft einzubeziehen. Wer Fragen nach den größten Weinanbaugebieten, dem Volumen eines Barrique-Fasses und dem deutschen Pro-Kopf-Verzehr richtig beantwortete, konnte eine Flasche Rebensaft gewinnen; die Gäste lernten zudem, dass das Land mit dem höchsten Weinkonsum nicht etwa Frankreich oder Spanien ist, sondern der Vatikan sei.


Der nächste Vortrag der GenerationenHochschule findet am Dienstag, dem 2. Juni 2015, von 17 bis 19 Uhr im AudiMax („Papierfabrik“, Haus 9) auf dem Wernigeröder Campus statt. Prof. Dr. Volker Böttcher, ehemaliger Vorstand der TUI Travel PLC und Professor am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Harz, widmet sich dem Thema „Mehr als 100 Jahre organisierte Urlaubsreisen – Eine Erfolgsgeschichte auch in der Zukunft?“. Die Teilnahme an der beliebten Vorlesungsreihe ist wie immer kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt unter www.generationenhochschule.de.




Bild: Journalist und Restaurantkritiker Ingo Swoboda begeisterte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der GenerationenHochschule mit seinem Vortrag „Am Wein scheiden sich die Geister. Eine Reise durch die Weinkultur vom Anfang bis zum Ende“.

Bild: Journalist und Restaurantkritiker Ingo Swoboda begeisterte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der GenerationenHochschule mit seinem Vortrag „Am Wein scheiden sich die Geister. Eine Reise durch die Weinkultur vom Anfang bis zum Ende“.

14.04.2015 | Vorlesung April 2015, „Wirtschaftskriminalität als Bedrohung für Unternehmen“

Prof. Dr. Niels Olaf Angermüller, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Hochschule Harz

"GenerationenHochschule beleuchtet Hintergründe von Wirtschaftskriminalität"

„Wirtschafts-Professor erklärt, wie Millionenschäden bei Industrie und Finanzdienstleistern entstehen“

Am Dienstag, dem 14. April 2015, fanden sich erneut über 200 Bildungsinteressierte zur GenerationenHochschule im AudiMax auf dem Wernigeröder Campus ein, um der Vorlesung von Prof. Dr. Niels O. Angermüller zu folgen. Der Hochschullehrer für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Finanzmanagement an der Hochschule Harz sprach über „Wirtschaftskriminalität als Bedrohung für Unternehmen“ und teilte anhand einer Vielzahl spannender Beispiele sein Expertenwissen und seine Praxiserfahrungen.


Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann eröffnete die 88. Vorlesung der GenerationenHochschule und betonte: „Mit Professor Angermüller begrüßen wir heute einmal mehr einen gefragten Fachmann unserer Hochschule, dessen Vorträge – insbesondere zu den jüngsten Wirtschaftskrisen – bereits mehrfach in der GenerationenHochschule auf großes Interesse stießen.“ „Wirtschaftskriminalität ist eine beabsichtigte Handlung mit dem Ziel, einen ungerechtfertigten oder rechtswidrigen Vorteil zu erlangen“, eröffnete der gebürtige Herzberger sodann seinen Vortrag und widmete sich somit einer Thematik, die gleichzeitig juristische und psychologische Bereiche vereint. Der Wirtschaftswissenschaftler konzentrierte sich jedoch auf einen Einblick in die Auswirkungen von Wirtschaftskriminalität auf Unternehmen. „Die meisten Delikte finden wir in der Industrie und bei Finanzdienstleistern“, berichtete Angermüller. Fast jeder zehnte Dienstleistungsbetrieb habe bereits einen Millionenschaden durch Wirtschaftskriminalität erlitten. Diese besteht – neben Straftaten wie Industriespionage, Geldwäsche, dem Diebstahl vertraulicher Kunden- und Unternehmensdaten sowie Verstößen gegen Patent- und Markenrechte – insbesondere aus Vermögensdelikten. „Wirtschaftskriminalität verursacht nicht nur finanzielle Schäden, sondern besonders bei vertrauensbasierten Unternehmen, wie Banken und Versicherern, einen Reputationsverlust“, betonte der Referent.


Niels Angermüller ging auch auf die gängigen Täter-Charakteristika und Motive ein und erklärte: „Anonymität in großen Unternehmen, Gelegenheit und vor allem eine innere Rechtfertigung können die Grundlage für kriminelle Handlungen sein.“ Allerdings sei der „Drang mehr Geld haben zu wollen“ einer der Hauptgründe. Besonderes Augenmerk legte der Professor abschließend auf die Möglichkeiten zur Prävention und Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität, wie interne Kontrollsysteme. „Die äußeren Umstände, die es dem Täter erlauben eine betrügerische Handlung zu begehen, müssen im Keim erstickt werden“, so der Experte.


Der nächste Vortrag der GenerationenHochschule findet am Dienstag, dem 5. Mai 2015, von 17 bis 19 Uhr im AudiMax („Papierfabrik“, Haus 9) auf dem Wernigeröder Campus statt. Referent Ingo Swoboda ist Geschäftsführer eines Fachverlages aus Neustadt an der Weinstraße und bereits zum zweiten Mal zu Gast. Als ausgebildeter Sommelier und Experte für Kulinaria spricht er zum Thema „Am Wein scheiden sich die Geister. Eine Reise durch die Weinkultur vom Anfang bis zum Ende“. Zudem ist eine thematisch passende Verkostung geplant. Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt unter www.generationenhochschule.de.




Bild: Prof. Dr. Niels O. Angermüller vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften referierte in der April-Vorlesung der GenerationenHochschule zum Thema „Wirtschaftskriminalität als Bedrohung für Unternehmen“.

Bild:Prof. Dr. Niels O. Angermüller vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften referierte in der April-Vorlesung der GenerationenHochschule zum Thema „Wirtschaftskriminalität als Bedrohung für Unternehmen“.

10.03.2015 | Vorlesung März 2015, „Kostbarer als Gold. Die Domschätze Halberstadt und Quedlinburg.“

Dr. med. Tom Schilling, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Leiter des Gefäßzentrums, Ärztlicher Direktor für die Kliniken in Wernigerode und Blankenburg, Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben GmbH

"GenerationenHochschule: Harzer Chefarzt beleuchtet Volkserkrankung Arteriosklerose"

„Psychische Verfassung, Bewegung und Ernährung spielen eine wichtige Rolle“

Am Dienstag, dem 10. März 2015, lockte die aktuelle Vorlesung der GenerationenHochschule weit über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Wernigeröder Campus. Vor den voll besetzten Reihen des AudiMax der Hochschule Harz sprach Dr. med. Tom Schilling, Ärztlicher Direktor für die Kliniken in Wernigerode und Blankenburg des Harzklinikums Dorothea Christiane Erxleben, über das Thema „Wenn die ‚Lebensadern‘ streiken – Volkserkrankung Arteriosklerose“. Trotz ernster Hintergründe gelang es dem Chefarzt des Zentrums für Innere Medizin, die Ursachen, Symptome sowie Wege der Diagnostik und Therapie charmant, humorvoll und unterhaltsam zu präsentieren.


„Im Rahmen unserer 2007 eröffneten GenerationenHochschule sind bestimmte Themen besonders stark nachgefragt; dies gilt insbesondere für Beiträge aus der Medizin. Entsprechend groß war die Reaktion auf die Ankündigung unseres heutigen Vortrags“, betonte Prof. Dr. Armin Willingmann bei seiner Begrüßung. Gleichzeitig freute sich der Rektor mit Dr. med. Tom Schilling einen ebenso regional verankerten wie überregional anerkannten Experten begrüßen zu dürfen, der sein Studium der Humanmedizin an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg absolviert hat: „Ein schönes Zeichen der vielfältigen Kooperation mit dem Harz-Klinikum, die wir gerne ausbauen“.


„Die Verengung der Arterien durch Ablagerungen ist eine wesentliche Todesursache“, betonte der Chefarzt gleich zu Beginn seiner Vorlesung. Durch verschiedene Faktoren wie Nikotin, Stoffwechselstörungen, Diabetes oder eine genetische Prädisposition steige das Risiko, dass sich die gefährlichen Ablagerungen in den Blutgefäßen bilden. „Aber auch die Psyche spielt eine große Rolle“, so der Mediziner. Psychischer Stress in Beruf und Familie bewirke Bluthochdruck, erhöhe Entzündungswerte und „gestresste“ Gefäße. Außerdem seien persönliche Charaktereigenschaften relevant, da sich die Stimmung auf die Stresshormone auswirke. „Dabei scheinen Frauen ein gelasseneres Gemüt zu haben“, verriet der Leiter des interdisziplinären Gefäßzentrums Wernigerode. Zudem riet er zur richtigen Ernährung und ausreichender Bewegung, denn „der ausdauersporttreibende Fettleibige ist besser dran, als der normalgewichtige Sesselhocker“.


Tom Schilling nutze seinen Vortrag, um die Auswirkungen von Arteriosklerose auf die Herzkranzgefäße, hirnversorgenden Gefäße und organversorgenden Stammgefäße zu erläutern und setzte den Schwerpunkt auf die PAVK, die peripher arteriellen Verschlusskrankheiten. Diese entstehen aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Beinen und sind allgemein als „Schaufensterkrankheit“ oder „Raucherbein“ bekannt. Anhand anschaulicher Diagnosebilder erklärte der Facharzt für Innere Medizin und Angiologie verschiedene Gefäßverengungen, stellte Präventionsmaßnahmen vor und erläuterte, wie bereits entstandene Verkalkungen geöffnet werden können, um den Blutfluss wieder zu ermöglichen. Dazu präsentierte er detailliert die invasiven und medikamentösen Therapieformen, betonte jedoch, dass zuerst stets eine ausreichende Bewegungstherapie und die Behandlung der Risikofaktoren erfolgen sollten.


Die nächste Vorlesung der GenerationenHochschule findet am Dienstag, dem 14. April 2015, von 17 bis 19 Uhr, im AudiMax („Papierfabrik“, Haus 9) auf dem Wernigeröder Campus statt. Prof. Dr. Niels O. Angermüller vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Harz widmet sich dem Thema „Wirtschaftskriminalität als Bedrohung für Unternehmen“. Die Teilnahme an der GenerationenHochschule ist kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt unter www.generationenhochschule.de.




März-Vorlesung der GenerationenHochschule mit Dr. med. Tom Schilling, Ärztlicher Direktor für die Kliniken in Wernigerode und Blankenburg des Harzklinikums Dorothea Christiane Erxleben, zum Thema „Wenn die ‚Lebensadern‘ streiken – Volkserkrankung Arteriosklerose“.

Bild:März-Vorlesung der GenerationenHochschule mit Dr. med. Tom Schilling, Ärztlicher Direktor für die Kliniken in Wernigerode und Blankenburg des Harzklinikums Dorothea Christiane Erxleben, zum Thema „Wenn die ‚Lebensadern‘ streiken – Volkserkrankung Arteriosklerose“.

27.01.2015 | Vorlesung Januar 2015, „Kostbarer als Gold. Die Domschätze Halberstadt und Quedlinburg.“

Dr. Thomas Labusiak, Geschäftsführender Vorstand der Domschätze Halberstadt und Quedlinburg

"GenerationenHochschule widmet sich kirchlicher Kunstgeschichte"

Dr. Thomas Labusiak: „Der heutige Dom in Halberstadt ist ein Wunderwerk“

Am Dienstag, dem 27. Januar 2015, fand vor vollen Hörsaal-Rängen der 86. Vortrag der GenerationenHochschule statt. Über 250 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren ins AudiMax der „Papierfabrik“ (Haus 9) auf den Wernigeröder Campus der Hochschule Harz gekommen, um der Vorlesung von Dr. Thomas Labusiak zu folgen. Der geschäftsführende Vorstand und Kustos der Domschätze Halberstadt und Quedlinburg widmete sich unter dem Titel „Kostbarer als Gold“ den in der Region aufbewahrten wertvollen Reliquien und ihren geschichtlichen Hintergründen. Prof. Dr. Armin Willingmann begrüßte die Zuhörer und den Referenten, der als ausgewiesener Experte mittelalterlicher Kunst auch überregional bekannt ist. Der Rektor dankte Dr. Labusiak für die Übernahme dieses Vortrags: „Historische und kunstgeschichtliche Themen gehören bei unseren Umfragen unter den Teilnehmern der GenerationenHochschule zu den besonders häufig genannten Interessengebieten, die wir gerne in Kooperation mit Partnern anbieten“, betonte der Hochschulleiter.


Dr. Thomas Labusiak folgte in seinen Ausführungen den Spuren der Reliquien und stellte den geschichtlichen Hintergrund beider Städte heraus. Mithilfe eindrucksvoller Abbildungen gab der Dozent Auskunft zu den umfangreichen und kostbaren Kirchenschätzen. Als besonders spektakulär erwiesen sich unter anderem das - in einen Pokal eingefasste - älteste erhaltene Straußenei-Reliquiar und das Nikolaus-Reliquiar, welches einen mumifizierten Finger des heiligen Nikolaus hinter Kristall enthalten soll. Des Weiteren gab Labusiak einen Einblick in verschiedene Elfenbeinschnitzereien, Gold- und Silberschmiedearbeiten und die wertvolle Textilkunstsammlung. „Liturgisches Gerät, Reliquiare, Altäre und Gewänder, die in den Domschätzen bewahrt und dauerhaft ausgestellt sind, vermitteln einen Eindruck der ungeheuren Prachtentfaltung mittelalterlicher Gottesdienste“, erklärte der Experte und betonte, dass der heutige Dom in Halberstadt an sich schon ein Wunderwerk sei. „Trotz einer Bauzeit von etwa 250 Jahren erscheint er in Stil und Form bemerkenswert einheitlich; vor allem, wenn man bedenkt, dass der Vorgängerbau des 10. Jahrhunderts Stück für Stück ersetzt wurde“, so Labusiak. Spuren der Geschichte, die üblicherweise mühsam aus der historischen Überlieferung aufbereitet werden müssen, seien in Halberstadt und Quedlinburg in Fülle vorhanden. Der Fachmann versicherte: „In nur wenigen Regionen verdichtet sich überlieferte greifbare Geschichte in vergleichbarer Weise“.


Der nächste Vortrag der GenerationenHochschule findet am Dienstag, dem 10. März, zur gewohnten Zeit von 17 bis 19 Uhr in der „Papierfabrik“ (Am Eichberg 1) auf dem Wernigeröder Campus statt. Dr. med. Tom Schilling, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Leiter des Gefäßzentrums am Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben GmbH, widmet sich dem Thema „Wenn die ‚Lebensadern‘ streiken – Volkserkrankung Arteriosklerose! Ursachen, Symptome, Diagnostik, Therapie“. Die Teilnahme an der GenerationenHochschule ist kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt unter www.generationenhochschule.de.




Vorlesung der GenerationenHochschule mit Dr. Thomas Labusiak zum Thema „Kostbarer als Gold. Die Domschätze Halberstadt und Quedlinburg.“ im AudiMax der Hochschule Harz.

Bild:Vorlesung der GenerationenHochschule mit Dr. Thomas Labusiak zum Thema „Kostbarer als Gold. Die Domschätze Halberstadt und Quedlinburg.“ im AudiMax der Hochschule Harz.

13.01.2015 | Vorlesung Januar 2015, „Mobile Telekommunikation – Notwendiges Übel, Chance oder einfach nur der nächste Schritt?“

Prof. Dr. Olaf Drögehorn, Prorektor für Informations- und Kommunikationstechnologien sowie E-Learning, Hochschule Harz

"GenerationenHochschule startet mit vieldiskutiertem Thema ins neue Jahr"

Mobile Kommunikation auf dem Prüfstand: Braucht man das?

Am Dienstag, dem 13. Januar 2015, widmete sich die GenerationenHochschule dem Thema „Mobile Telekommunikation – Notwendiges Übel, Chance oder einfach nur der nächste Schritt?“. Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann eröffnete die erste Vorlesung des neuen Jahres und begrüßte den Referenten Prof. Dr. Olaf Drögehorn, Prorektor für Informations- und Kommunikationstechnologien sowie E-Learning. „Mit 42 Jahren ist unser Dozent ein junger Professor und zudem als Unternehmer Aushängeschild für eine praxisbezogene moderne Hochschule. Auch sein Fachgebiet ist von zentraler Bedeutung – was seit 2012 an dessen Verankerung im Rektorat erkennbar ist“, so der Hochschulleiter.


Olaf Drögehorn, Hochschullehrer für Software-Engineering und Internet-Technologien am Fachbereich Automatisierung und Informatik, begann seinen Vortrag mit der provokanten Frage: „Braucht man das? Sollte es verboten werden?“. Anhand des Weges vom Lagerfeuer hin zur Zentralheizung zeigte er den über 200 Zuhörern, dass mehrere Meilensteine auch dort solche Fragen erlaubt hätten. Dennoch ging die Entwicklung immer weiter, denn der Wunsch nach Fortschritt und Komfort wohne dem Menschen inne. Auch die Geschichte der Kommunikation, ein menschliches Grundbedürfnis, stellte sich rasant dar. Nach Brieftauben und Kurierdiensten war es ein verhältnismäßig kleiner Schritt vom ersten telefonisch übermittelten Satz – „Das Pferd frisst keinen Gurkensalat“ – hin zur mobilen Kommunikation. Nachdem es 1926 bereits möglich war, Anrufe aus den Wagons der Deutschen Bahn zu tätigen, gab es neun Jahre später das erste Autotelefon. Dieses nahm zwar den ganzen Kofferraum ein, aber man hätte auch da fragen können: „Warum sollten wir weitermachen, braucht man das?“. Der „Mann auf der Straße“ hätte diese Frage wahrscheinlich verneint, wisse jedoch oftmals nicht, was er in Zukunft benötigen würde, so Drögehorn.


Der Dozent erläuterte die Entwicklung des Funknetzes von anfangs unterschiedlichen Systemen, die nur in einzelnen Städten oder Ländern nutzbar waren, bis hin zum heutigen flächendeckenden Angebot. „Ihre Mobilfunkbetreiber wissen übrigens auf den Meter genau, wo Sie sich befinden“, verriet der studierte Informatiker. Ende 2000 gab es weltweit 400 Millionen Mobilfunkteilnehmer aus über 140 Ländern in 370 Netzen. Erneut hätte man bei dem damaligen Standard, der allein die Übertragung von Sprache regelte, fragen können: „Warum weitermachen? Braucht man das?“. Zwischenzeitlich hatte sich das mobile Telefon zum signifikanten Wirtschaftszweig entwickelt und zum echten Mehrzweckgerät mit Kamera und Farbdisplay. Im Jahr 2007 gelang Apple mit dem iPhone ein weiterer Meilenstein der mobilen Kommunikation. Das erste „echte Smartphone“ hatte Internetzugang und im „Appstore“ eine rasant wachsende Anzahl von Anwendungen im Angebot; so verwandelte sich das „Handy“ in die Schnittstelle zur digitalen Welt.


„Nicht nur mobil ist die allgegenwärtige Informationsflut und -vielfalt kaum zu verarbeiten“, erklärte der Prorektor im letzten Vortragsteil. Hätte man 2007 die weltweit gespeicherten Informationen auf CDs gebrannt, hätte der Stapel bis hinter den Mond gereicht – bis heute würde er rasant wachsen. „Alles hat ein Pro und Contra“, meinte der Referent. So sei intelligente Informationssuche möglich, aber die Gefahr der Ablenkung groß. Soziale Netzwerke erlaubten ein „digitales Kraulen der Seele“, aber am Ende sei man „gemeinsam einsam“ und gleichzeitig vergesse das Internet nicht. „Im schlimmsten Falle führt der ‚Fortschritt‘ zu einer weiteren Automatisierung und Kommerzialisierung, zur Ausspähung, Manipulation und Verdummung, aber im besten Falle erreichen wir mehr Nachhaltigkeit, die Überwindung gesellschaftlicher Grenzen und eine verbesserte Kommunikation“, so der Fachmann. Am Ende der Vorlesung schloss Prof. Dr. Olaf Drögehorn den Kreis: „Brauchen wir die mobile Telekommunikation? Genauso sehr oder wenig wie einst die Zentralheizung. Aber da wir den Fortschritt nicht verhindern können, sollten wir Verantwortung übernehmen und den Weg zur aufgeklärten Informationsgesellschaft beschreiten“, so der Experte für „Future Internet“ und Informationsvielfalt.




Auftakt-Veranstaltung der GenerationenHochschule im Jahr 2015 zum Thema „Mobile Telekommunikation – Notwendiges Übel, Chance oder einfach nur der nächste Schritt?“ mit Prof. Dr. Olaf Drögehorn im AudiMax der Hochschule Harz.

Bild: Auftakt-Veranstaltung der GenerationenHochschule im Jahr 2015 zum Thema „Mobile Telekommunikation – Notwendiges Übel, Chance oder einfach nur der nächste Schritt?“ mit Prof. Dr. Olaf Drögehorn im AudiMax der Hochschule Harz.

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