Hochschule Harz

Pressemitteilungen


12.12.2011 | Vorlesung Dezember 2011, "Der Brocken im Nationalpark Harz und sein Botanischer Garten"

Dr. Gunter Karste, Nationalpark Harz

GenerationenHochschule im Dezember

Streifzug durch den botanischen Garten - den Brocken vom Hörsaal aus erleben

Am Dienstag, dem 6. Dezember 2011, freute sich die Hochschule Harz einmal mehr über einen vollen Hörsaal zur letzten Vorlesung der GenerationenHochschule in diesem Jahr. Dr. Gunter Karste entführte über 250 Gäste auf den höchsten Berg Mitteldeutschlands.


Der 54-jährige Biologe berichtete über Entstehung und Besonderheiten des Nationalparks Harz. Durch viele - teils selbst geschossene - Fotografien machte der Referent, wissenschaftlicher Leiter des Brockengartens, seinen Vortrag lebendig. Interessant für die Teilnehmer waren jedoch auch die „harten“ Fakten. Der Nationalpark Harz mit seiner 24.700 ha großen Fläche wurde von der IUCN (World Conservation Union) als Nationalpark anerkannt, hierfür müssen mindestens 75% der Fläche als Naturdynamikzone ausgewiesen sein. Also aus Gebieten bestehen, die völlig der Natur überlassen werden. Da der Nationalpark diese Bedingung noch nicht erfüllt, dies aber bis 2022 erreicht werden soll, hat er den Status eines Entwicklungsnationalparks. Wie der Dozent anhand vieler historischer und aktueller Bilder bewies, konnten jedoch seit 1990 große Erfolge bei der Renaturierung, gerade auf der Brockenkuppe, verbucht werden. Karste behandelte zudem die verschiedenen Vegetationszonen, die klimatischen Besonderheiten und Herausforderungen, die das raue Klima des Brockens an Fauna und Flora stellt. Unbestritten ist zudem in seinen Augen die Bedeutung des Berges und des Nationalparks für den Tourismus in der Region. Den Brocken besuchen jährlich ca. eine Million Wanderer, im gesamten Nationalpark Harz sind drei bis vier Millionen Naturfreunde unterwegs. Das hat nicht nur Vorteile, die Gefahren bzw. negativen Auswirkungen auf die Natur verschwieg der Biologe nicht. Abschließend gab es für die Zuhörer noch einen virtuellen Rundgang durch den botanischen Garten auf der Kuppe, alle 1.800 verschiedenen Pflanzenarten, die dort gepflegt werden, konnten die Teilnehmer nicht bestaunen, aber die vom Dozenten präsentierte Auswahl glich einem Brockenspaziergang in gemütlicher Hörsaal-Atmosphäre.


Die GenerationenHochschule wartet auch in 2012, passend zu ihrem 5-jährigen Bestehen, mit zahlreichen spannenden Vorträgen und einem interessanten Potpourri von Themen auf. Die Teilnehmer können unter anderem dem Vortrag „Das Schachbrett auf dem Eifelturm - Mit einfachen Strategien zum Super-Gedächtnis“ lauschen, Referent ist Dipl.-Ing. Johannes Mallow, Vize-Gedächtnisweltmeister 2009 und 2010. Auch der Vortrag „Recht im Sozialismus - Justiz in der DDR und deren Aufarbeitung“ von Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann verspricht interessante Einblicke. Im Juni wird zudem die Urlaubs(vor)freude hinterfragt unter dem Titel „Urlaubsspaß ohne Reue? Herausforderungen an einen nachhaltigen Tourismus.“ von Prof. Dr. Harald Zeiss vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften in Wernigerode. Das gesamte Jahresprogramm ist wie immer unter www.generationenhochschule.de abrufbar.


Die nächste Vorlesung der GenerationenHochschule - und damit die erste im neuen Jahr - findet am Dienstag, dem 10. Januar 2012, zwischen 17 und 19 Uhr im AudiMax auf dem Wernigeröder Campus statt. Dr. Horst Scheffler, bis 1995 Leiter des Harzmuseums Wernigerode, spricht zum Thema „Zwischen Brocken und Vorharz - Die Spur der Steine für die Stadt Wernigerode“. Anmeldungen sind stets online möglich.



Dr. Gunter Karste vom Nationalpark Harz referierte im Rahmen der GenerationenHochschule vor über 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum Thema „Der Brocken im Nationalpark Harz und sein Botanischer Garten“ an der Hochschule Harz.

Bild: Dr. Gunter Karste vom Nationalpark Harz referierte im Rahmen der GenerationenHochschule vor über 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum Thema „Der Brocken im Nationalpark Harz und sein Botanischer Garten“ an der Hochschule Harz.

07.11.2011 | Vorlesung November 2011, "Multikopter - Mobile Roboter steigen in die Luft"

Prof. Dr. Frieder Stolzenburg, Prorektor für Forschung und Wissenstransfer, Hochschule Harz

GenerationenHochschule lässt komplexe Technik erlebbar werden

Multikopter - Mobile Roboter steigen in die Luft

Am Dienstag, dem 1. November 2011, lockte die GenerationenHochschule zahlreiche Technikbegeisterte ins Wernigeröder AudiMax. Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann begrüßte die über 150 Anwesenden und stellte sogleich als Referenten seinen Kollegen Prorektor Prof. Dr. Frieder Stolzenburg vor, der seinen Vortrag mit einer interessanten Präsentation seines Forschungsbereiches „Mobile Roboter“ begann.


Dozentin Stäudel begeisterte mit einer gelungenen Mischung aus Theorie und Praxis. Gleich zu Beginn ihres Vortrages „Denken und Handeln in komplexen Situationen: Fehler, Folgen, Ursachen sowie effektive Problemlösemethoden“ zeigte sie dem Publikum, dass das Thema nicht nur interessant für Forscher oder Unternehmensberater ist, sondern für jedermann, denn jedermann wird immer wieder mit komplexen Situationen konfrontiert. „Und zumindest indirekt betreffen Vorfälle wie das Unglück von Fukushima, die Finanzkrise oder harmlosere Situationen wie das ‚Winterchaos‘ der Deutschen Bahn jeden Einzelnen“, so die Diplom-Psychologin.


„Heutzutage sind Roboter fast schon ein fester Bestandteil unseres Alltags geworden“, so der Experte, „der Einsatz von Industrierobotern in der Produktionswirtschaft ist Standard, durch fallende Preise kommen die Geräte aber selbst im privaten Bereich immer häufiger zum Einsatz, etwa in Form eines vollautonomen Rasenmähers oder anderer Haushaltsroboter“. Die „Mobilen Roboter in der Luft“ oder auch Multikopter, bildeten den nächsten Vortragsteil, neben Informationen zu Aufbau und Funktionsweise wurden auch rechtliche Rahmenbedingungen beleuchtet. Mit zahlreichen Videos dokumentierte der Dozent die Stärken der kleinen Flugmaschinen, so etwa das Erreichen von schwer zugänglichen Orten. Sie sollen aber auch eine preisgünstige Alternative zu „echten“ Flugzeugen und Hubschraubern bieten, gerade im Einsatzfeld der Luftaufnahmen für die Überwachung von Agrarflächen oder Baustellen. „Mit fortschreitender Forschung und Entwicklung werden Mobile Roboter in Zukunft immer mehr Einsatzmöglichkeiten in allen Lebensbereichen finden und weiter an Bedeutung gewinnen“, beendete Stolzenburg seinen Vortrag. Trotz des komplexen Themas verstand er es vorzüglich, die Theorie durch zahlreiche Videos von Experimenten und durch die Präsentation eines echten Multikopters aufzulockern und seine Zuhörer mitzureißen. Die Möglichkeit, den Roboter ganz aus der Nähe zu betrachten, wurde vom Publikum während der Pause freudig wahrgenommen und ließ augenscheinlich so manches Herz höher schlagen.


Der Prorektor für Forschung und Wissenstransfer ist gleichzeitig Mitglied des Kompetenznetzwerks für Angewandte und Transferorientierte Forschung, kurz KAT. Darunter ist der Zusammenschluss aller Hochschulen des Landes in einem Forschungs- und Transfernetzwerk zu verstehen. Auch im von Prof. Dr. Stolzenburg betreuten Labor „Mobile Systeme“ am Fachbereich Automatisierung und Informatik der Hochschule Harz finden Forschungsprojekte im Rahmen dieses Netzwerkes statt. Davon profitiert die Lehre: „Im Rahmen des innovativen Master-Studiengangs ‚Informatik/Mobile Systeme‘ erhalten Studierende eine wissenschaftlich fundierte, anwendungsorientierte Qualifikation auf dem Gebiet der Informatik, kombiniert mit Expertenwissen für den Wachstumsmarkt der mobilen Systeme“, verriet der Experte im Nachgang der Vorlesung. Mehr Informationen sind online unter www.hs-harz.de/master_informatik.html zu finden.


Die nächste GenerationenHochschule findet am Dienstag, dem 6. Dezember 2011, zwischen 17 und 19 Uhr im AudiMax auf dem Wernigeröder Campus statt. Dr. Gunter Karste, wissenschaftlicher Leiter des Brockengartens im Nationalpark Hochharz, spricht zum Thema „Der Brocken im Nationalpark Harz und sein Botanischer Garten“.
Anmeldungen sind stets online möglich.



GenerationenHochschule mit Prorektor Prof. Dr. Frieder Stolzenburg zum Thema „Multikopter - Mobile Roboter steigen in die Luft“ im AudiMax der Hochschule Harz.

Bild: GenerationenHochschule mit Prorektor Prof. Dr. Frieder Stolzenburg zum Thema „Multikopter - Mobile Roboter steigen in die Luft“ im AudiMax der Hochschule Harz.

11.10.2011 | Vorlesung Oktober 2011, "Denken und Handeln in komplexen Situationen: Fehler, Folgen, Ursachen sowie effektive Problemlösemethoden"

Prof. Dr. Thea Stäudel, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Hochschule Harz

GenerationenHochschule begeistert mit psychologischem Thema

Die Tücken des Denkens und Handelns in komplexen Situationen

Am Dienstag, dem 4. Oktober 2011, lockte die GenerationenHochschule über 250 Interessierte ins Wernigeröder AudiMax. Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann zeigte sich erfreut über den stetigen Besucheransturm und nutzte die Eröffnung, um das Programm der beliebten Vorlesungsreihe für 2012 erstmals der Öffentlichkeit zu präsentieren: „Seien Sie auch im nächsten Jahr unser Gast, es lohnt sich, im Internet unter www.generationenhochschule.de kann schon jetzt ein Blick auf die bunte Themenvielfalt geworfen werden“, so der Hochschulleiter. An diesem Abend jedoch stand Dozentin Prof. Dr. Thea Stäudel, die 1999 nach zehn Jahren Tätigkeit als Beraterin und Trainerin bei namhaften Unternehmen an die Hochschule Harz berufen wurde, im Mittelpunkt. „Hier baute sie den deutschlandweit ersten Hochschul-Studiengang Wirtschaftspsychologie auf, der sich eines ungebrochen hohen Interesses erfreut“, verriet der Rektor den Teilnehmern.


Dozentin Stäudel begeisterte mit einer gelungenen Mischung aus Theorie und Praxis. Gleich zu Beginn ihres Vortrages „Denken und Handeln in komplexen Situationen: Fehler, Folgen, Ursachen sowie effektive Problemlösemethoden“ zeigte sie dem Publikum, dass das Thema nicht nur interessant für Forscher oder Unternehmensberater ist, sondern für jedermann, denn jedermann wird immer wieder mit komplexen Situationen konfrontiert. „Und zumindest indirekt betreffen Vorfälle wie das Unglück von Fukushima, die Finanzkrise oder harmlosere Situationen wie das ‚Winterchaos‘ der Deutschen Bahn jeden Einzelnen“, so die Diplom-Psychologin.


Im ersten Teil des Vortrags zeigte die Referentin, dass komplexe Situationen hohe Anforderungen an den Menschen und sein durchaus limitiertes Denkvermögen stellen. So sind komplexe Systeme dadurch gekennzeichnet, dass viele Einflussgrößen beachtet werden müssen, die oft auch noch in hohem Grad miteinander vernetzt sind. Dem gegenüber steht die begrenzte Informationsverarbeitungskapazität des Arbeitsgedächtnisses, in dem das bewusste Denken stattfindet, so dass immer wieder Wichtiges „verloren geht“. Um Denkfehler zu vermeiden, hilft es beispielsweise einfach, sich Dinge aufzuschreiben, um das Gedächtnis zu entlasten. Hochschullehrerin Stäudel stellte auch ausgefeilte Techniken wie das „Mind-Mapping“ oder die „Netzwerkdarstellung“ vor, die dazu dienen, Informationen in strukturierter Weise zu veranschaulichen.


„Halte inne und überlege, wie du an das Problem herangehen willst - plane dein Vorgehen“, riet die Expertin den aufmerksamen Zuhörern. Hilfreich sei es auch, zu wissen, zu welchem Typ Problemlöser man tendiere. „Untersuchungsergebnisse zeigen u.a., dass ‚Analytiker‘ das Problem zunächst in all seinen Facetten verstehen möchten, bevor sie Entscheidungen treffen, während ‚Macher‘ sehr schnell zu Lösungen für das Problem kommen - und so oft durchaus wieder neue Probleme schaffen“, erläuterte Stäudel. Auch die Zeitgeist-Themen „Schlüsselkompetenzen“ und „Teamwork“ wurden erläutert, dabei konnte die Expertin mit der weitverbreiteten Meinung aufräumen, dass für eine erfolgreiche Teamarbeit allein die Sozialkompetenz entscheidend sei. „Eine Studie zeigt, dass für zielorientierte Problemlösungen vor allem fachliche und methodische Kompetenzen innerhalb eines Teams ausschlaggebend sind“, so die Professorin.


Die nächste GenerationenHochschule findet am Dienstag, dem 1. November 2011, zwischen 17 und 19 Uhr im AudiMax auf dem Wernigeröder Campus statt. Prof. Dr. Frieder Stolzenburg, Prorektor für Forschung und Wissenstransfer an der Hochschule Harz, spricht zum Thema „Multikopter - Mobile Roboter steigen in die Luft“. Anmeldungen sind stets online möglich.



Mit großer Begeisterung lauschten die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der GenerationenHochschule dem Vortrag von Prof. Dr. Thea Stäudel zum Thema „Denken und Handeln in komplexen Situationen: Fehler, Folgen, Ursachen sowie effektive Problemlösemethoden“.

Bild: Mit großer Begeisterung lauschten die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der GenerationenHochschule dem Vortrag von Prof. Dr. Thea Stäudel zum Thema „Denken und Handeln in komplexen Situationen: Fehler, Folgen, Ursachen sowie effektive Problemlösemethoden“.

12.09.2011 | Vorlesung September 2011, "Stärkung der Patientenrechte durch Patientenverfügung - aktuelle Entwicklungen"

Dr. Maximilian Zimmer, Notar, Wernigerode

Wintersemester der GenerationenHochschule erfolgreich gestartet

Patientenrechte und Selbstbestimmung am Lebensende

Am Dienstag, dem 6. September 2011, konnte die GenerationenHochschule erneut zahlreiche Interessierte zum Thema „Stärkung der Patientenrechte durch Patientenverfügung - aktuelle Entwicklungen“ im AudiMax der Hochschule Harz begrüßen. Dr. Maximilian Zimmer war kurzfristig für Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann eingesprungen, der als Präsident der Landesrektorenkonferenz Sachsen-Anhalt verhindert war: „Ich bedaure die Verschiebung meiner Vorlesung ‚Recht im Sozialismus - Justiz in der DDR und deren Aufarbeitung‘, freue mich aber, diesen vielfach gewünschten Folgevortrag zu „Juristen-Karrieren zwischen Weimar und Wirtschaftswunder“ in unserer GenerationenHochschule im nächsten Jahr zu halten“, so Willingmann.


Dr. Maximilian Zimmer, seit 2010 Honorarprofessor an der Hochschule Harz, widmete sich dem schwierigen Thema ebenso kompetent wie strukturiert. In seiner Tätigkeit als Notar in Wernigerode ist er mit Problemen von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen befasst und beschäftigt sich zudem in zahlreichen Veröffentlichungen mit Fragen der Patientenautonomie. Für ihn ist klar: „Der Wunsch nach Selbstbestimmung umfasst oft auch den Willen, in lebensbedrohlichen Situationen - meist in hohem Alter am Lebensende - auf medizinische Entscheidungen Einfluss zu nehmen, etwa einen Behandlungsabbruch zu verlangen.“ Demgegenüber stünde jedoch die oftmals eingeschränkte Entscheidungsfähigkeit der Betroffenen beispielsweise durch Koma oder eine Demenzerkrankung. Hier könne eine Patientenverfügung hilfreich sein. Diese sollte jedoch nicht zu pauschal gehalten werden, denn „wie wir sterben, wissen wir nicht. Die Patientenverfügung soll somit Antworten auf Fragen geben, die noch nicht gestellt sind, da gibt es immer Auslegungsmöglichkeiten“, so der Experte. Es sei eine sehr persönliche Entscheidung, ob eine Patientenverfügung verfasst wird. Besonders sinnvoll sei diese bei einem konkreten Krankheitsbild, das klare Handlungsanweisungen an den Arzt zulässt. Die Patientenverfügung kann auch an Vorsorgevollmachten gekoppelt sein. Übertragbar auf Dritte - wie Familienmitglieder - seien Entscheidungen der medizinischen Behandlung jedoch nicht, „der eigene Wille ist entscheidend, wenn dieser nicht schriftlich vorliegt, muss der mutmaßliche Wille ermittelt werden“, erklärte der Dozent.


„Der Gesetzgeber hat in jüngster Zeit die Rechte der Patienten erweitert. Auch erste Gerichtsentscheidungen gehen in diese Richtung“, so Zimmer weiter. So ist heute der Behandlungsabbruch durch aktives Tun und Unterlassen eines Dritten zulässig, wenn dies dem tatsächlichen bzw. mutmaßlichen Willen des Patienten entspricht, nicht zulässig ist dies jedoch außerhalb der medizinischen Maßnahmen im Bereich des „assistierten Suizids“. „Dieser ist derzeit nach deutschem Recht nicht gestattet, so etwas wie die Schweizer Organisation ‚DIGNITAS‘ ist also bei uns nicht denkbar“, erläuterte Zimmer, „es bleibt jedoch eine aktuelle Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte abzuwarten, die dies ändern könnte“, so der Experte abschließend.


Die nächste Veranstaltung der GenerationenHochschule findet am Dienstag, dem 4. Oktober, von 17 bis 19 Uhr, im Wernigeröder AudiMax statt. Prof. Dr. Thea Stäudel vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Harz spricht zum Thema „Denken und Handeln in komplexen Situationen: Fehler, Folgen, Ursachen sowie effektive Problemlösemethoden“. Die Anmeldung ist online möglich. Hier sind auch fotografische Impressionen und Informationen zu den Vorlesungen zu finden.



Stärkung der Patientenrechte durch Patientenverfügung - aktuelle Entwicklungen“ mit Dr. Maximilian Zimmer, Honorarprofessor an der Hochschule Harz“.

Bild: Stärkung der Patientenrechte durch Patientenverfügung - aktuelle Entwicklungen“ mit Dr. Maximilian Zimmer, Honorarprofessor an der Hochschule Harz“.

26.06.2011 | GenerationenHochschule aktuell - Juni 2011, "Die Internationale Finanzkrise III - Was droht dem Euro und dem Steuerzahler?"

Prof. Dr. Niels O. Angermüller, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Hochschule Harz

GenerationenHochschule verabschiedet sich in die Sommerpause

Finanzexperte bewertet aktuelle Situation der Euro-Schuldenkrise

Am Dienstag, dem 21. Juni 2011, lockte die vierte Vorlesung der erfolgreichen Spezialreihe GenerationenHochschule aktuell erneut knapp 250 Personen ins AudiMax auf dem Wernigeröder Campus. Seit 2009 berichtet der internationale Wirtschaftsexperte und Hochschullehrer Prof. Dr. Niels O. Angermüller regelmäßig über die Entwicklung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, diesmal unter dem Titel „Die Internationale Finanzkrise III: Was droht dem Euro und dem Steuerzahler?“. Die interessierten Zuhörer, darunter zahlreiche Studierende, die auch zu Beginn der Prüfungszeit Interesse am ‚studium generale‘ zeigten, wurden von Prof. Dr. Folker Roland, Prorektor für Studium, Lehre und Weiterbildung an der Hochschule Harz, begrüßt.


„Eigentlich würde ich auch gern einmal über etwas anderes referieren als immer nur über Krisen“, eröffnete der charismatische hochschuleigene Finanzexperte Angermüller seinen vielschichtigen Vortrag - die aktuelle Situation lasse dies jedoch leider nicht zu. Anschließend gab der Dozent einen kurzen Überblick über die weltweiten Entwicklungen seit Ausbruch der Finanzkrise. Dabei ging er insbesondere auf die bedrohliche finanzielle Lage der so genannten PIIGS ein, die doppeldeutige Abkürzung umfasst die Länder Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien, die im Wesentlichen das aktuelle Finanzgefüge im Euroraum bestimmen.


Im Anschluss erläuterte Angermüller, Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Finanzmanagement am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, kurz die Entstehung der Einheitswährung Euro. Er betonte, dass bereits zum Zeitpunkt der Gründung außer Luxemburg kein Mitgliedsland die Konvergenzkriterien, welche die Stabilität des Euroraums sichern sollten, erfüllte und somit das aktuelle Desaster absehbar war. Darüber hinaus sei die ökonomische Notwendigkeit einer gemeinsamen Währung fraglich, da Länder wie beispielsweise Großbritannien und die Schweiz mit ihrer eigenen Währung auch weiterhin keine Probleme hätten und eine Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen unter den Mitgliedsstaaten nicht nachweisbar sei. „Da der Euro momentan so stark ist wie nie, kann nicht von einer Eurokrise die Rede sein“, so der Fachmann, „vielmehr handelt es sich hier um eine Schuldenkrise einzelner Länder.“


Weiterhin bot der Referent einen Ausblick auf mögliche Entwicklungen im Euroraum. Angesichts der milliardenschweren Rettungspakete und Hilfsfonds der EU-Länder an hochverschuldete Staaten drohe eine internationale Schuldenkrise, die auch um Deutschland keinen Bogen machen werde. Sowohl die weitere Gewährung von Krediten als auch Umschuldungen könnten negative Auswirkungen auf den Steuerzahler haben. „Wenn wir den eingeschlagenen Weg weiterverfolgen, zahlen wir in ein Fass ohne Boden. Der Ausgang der politischen Debatte ist zunehmend ungewiss, der Kern des Problems wird nicht gelöst“, so Angermüller. „Die aktuellen Ansätze sind jedoch nicht der einzige Weg - nichts ist ökonomisch alternativlos“, gab der Experte abschließend zu bedenken.


Nach einer Sommerpause eröffnet am 6. September 2011 Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann um 17 Uhr im AudiMax persönlich das Wintersemester der GenerationenHochschule mit dem Thema „Recht im Sozialismus – Zur Stellung der Justiz in der DDR“. Anmeldungen sind wie immer online möglich.



Zahlreiche interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer lauschten im Rahmen der GenerationenHochschule aktuell den Ausführungen des Finanzexperten Prof. Dr. Niels O. Angermüller zum Thema „Die internationale Finanzkrise III: Was droht dem Euro und dem Steuerzahler?“.

Bild: Zahlreiche interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer lauschten im Rahmen der GenerationenHochschule aktuell den Ausführungen des Finanzexperten Prof. Dr. Niels O. Angermüller zum Thema „Die internationale Finanzkrise III: Was droht dem Euro und dem Steuerzahler?“.

14.06.2011 | Vorlesung Juni 2011, "Klimawandel und Energiewende"

Prof. (em.) Dr. Michael F. Jischa, Institut für Technische Mechanik, TU Clausthal

GenerationenHochschule am Standort Wernigerode

Experte regte zu Diskussion über die aktuelle Klimaproblematik an

Am Dienstag, dem 7. Juni 2011, um 17 Uhr, konnten zahlreiche Interessierte eine neue spannende Veranstaltung der GenerationenHochschule zu einer hochaktuellen Problematik verfolgen. Nur wenige Tage nach dem Beschluss der Bundesregierung zum Atomausstieg referierte Prof. Dr. Michael F. Jischa, emeritierter Professor der TU Clausthal, zum Thema „Klimawandel und Energiewende“.


Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann hieß die Besucher im gut gefüllten AudiMax auf dem Wernigeröder Campus willkommen und freute sich, einen Fachmann begrüßen zu dürfen, dessen zahlreiche Tätigkeiten auf dem Gebiet sowohl von forschender als auch von ehrenamtlicher Natur sind.


„Schon vor zehn Jahren haben Experten nach einer Energiewende gerufen“, begann Jischa seinen knapp zweistündigen Vortrag, „nur damals war die Dringlichkeit noch nicht groß genug.“ Einführend gab der Referent einen kurzen Überblick über den technischen Wandel, der die Energieerzeugung aus den fossilen Quellen Kohle, Erdöl und Erdgas ermöglicht hat. Allerdings habe dies auch signifikant zum aktuellen Klimawandel beigetragen, da die Verbrennung fossiler Energieträger den Treibhauseffekt verstärke, was neben der Tatsache, dass diese Primärenergiequellen nur endlich vorhanden sind, eine Energiewende immer dringlicher mache. „Zukünftig müssen wir eine Doppelstrategie verfolgen“, so der Experte, „und zwar Anpassung an den Klimawandel, um das Unvermeidbare zu beherrschen und Verminderung der Emissionen, um das Unbeherrschbare zu vermeiden.“


Im zweiten Teil ging Jischa auf verschiedene zukünftige Energiesysteme ein, bestehend aus einem Mix regenerativer Energien. Dabei werde Solarstrom eine zentrale Rolle einnehmen, wie beispielsweise im Projekt „DESERTEC“, bei dem durch solarthermische Kraftwerke in Wüsten Strom erzeugt werden soll. Entscheidend für alle zukünftigen Szenarien werden eine vermehrt dezentrale Stromerzeugung, der Bau neuer Energiespeicherwerke und der Ausbau der Stromtrassen sein. Neben einer Energiewende stellen zunehmender technischer Fortschritt und Globalisierung die Herausforderungen der Zukunft dar. Eine Diskussionsrunde mit zahlreichen Fragen seitens der Zuhörer rundete die gelungene Veranstaltung ab.


Die nächste GenerationenHochschule wird bereits am 21. Juni 2011 stattfinden. Prof. Dr. Niels Olaf Angermüller setzt seine 2009 begonnene Vortragsreihe zum Thema Finanzkrise fort, diesmal unter dem Titel „Die Internationale Finanzkrise III - was droht dem Euro und dem Steuerzahler?“, die Anmeldung ist online möglich.



Prof. Dr. (em.) Michael F. Jischa von der TH Clausthal referierte in der GenerationenHochschule der Hochschule Harz vor einem interessierten Publikum zum Thema „Klimawandel und Energiewende“.“

Bild: Prof. Dr. (em.) Michael F. Jischa von der TH Clausthal referierte in der GenerationenHochschule der Hochschule Harz vor einem interessierten Publikum zum Thema „Klimawandel und Energiewende“.

09.05.2011 | Vorlesung Mai 2011, "Die mikrobiellen Infektionserreger und wir - wer wird das letzte Wort haben?"

Prof. Dr. Wolfgang Witte, Robert Koch Institut, Bereich Wernigerode

GenerationenHochschule im Mai

Experte warnte vor Gefahr durch mikrobielle Infektionserreger

Am Dienstag, dem 3. Mai 2011, beschäftigte sich die beliebte Vorlesungsreihe GenerationenHochschule im AudiMax auf dem Wernigeröder Campus mit dem brisanten Thema „Die mikrobiellen Infektionserreger und wir – wer wird das letzte Wort haben?“. Mit dem Leiter des Bereiches Wernigerode des Robert Koch-Instituts, Prof. Dr. Wolfgang Witte, bekamen die über 200 Teilnehmer einen erstklassigen Fachmann zu Gesicht.


Begrüßt wurden die Besucher vom Prorektor für Forschung und Wissenstransfer der Hochschule Harz, Prof. Dr. Frieder Stolzenburg, der dem gespannten Publikum den kompetenten Institutsleiter Witte vorstellte. Dieser nahm seine Zuhörer einleitend mit zu einem Ausflug in die Zivilisationsgeschichte und gab einen packenden Überblick über die größten zurückliegenden Infektionskrankheiten wie Pest und Syphilis. Durch die Entdeckung der Antibiotika verloren diese zunächst ihren Schrecken, allerdings „hatten die Wirte die Rechnung ohne die Gäste gemacht“, so der Experte, „die Erreger lernten sich zu wehren, indem sie Mehrfachresistenzen entwickelten“. Schuld daran seien unter anderem Mutationen, welche durch gewisse Umweltfaktoren begünstigt werden. So könnten beispielsweise auch Antibiotika die Resistenzentwicklung fördern, da sie den Selektionsdruck verstärken.


Im zweiten Teil der Vorlesung ging Prof. Dr. Wolfgang Witte insbesondere auf den Anstieg von Infektionen durch MRSA in Krankenhäusern ein. „In den vergangenen Jahren wurden die Krankenhäuser zunehmend auf Profit getrimmt, doch dabei wurde etwas Wichtiges vergessen: Hygiene“, meinte der Dozent und besprach anschließend mögliche Vorbeugungsmaßnahmen. Dazu zählten neben obligatorischer Hygiene ein sorgsamerer Umgang mit hochwirksamen Antibiotika, um den Selektionsdruck zu vermeiden sowie die Nutzung der Standardimpfungen. Darüber hinaus müssten verstärkt in die Antibiotikaforschung investiert und Richtlinien in Krankenhäusern erhöht werden, um MRSA-Infektionen einzudämmen. „Letztendlich gleicht unser Kampf gegen die Erreger dem des Herkules gegen die Hydra: ein ständig währendes Bemühen“, schloss Witte seinen Vortrag.


Die nächste GenerationenHochschule findet am Dienstag, dem 7. Juni 2011, zwischen 17 und 19 Uhr im AudiMax auf dem Wernigeröder Campus statt. Prof. Dr. (em.) Michael F. Jischa wird über die Thematik „Klimawandel und Energiewende“ diskutieren. Anmeldungen für diese Veranstaltung sind hier möglich. Hier sind ebenfalls das gesamte Veranstaltungsprogramm sowie fotografische Impressionen abrufbar.



GenerationenHochschule zum Thema „Die mikrobiellen Infektionserreger und wir – wer wird das letzte Wort haben?“ mit Prof. Dr. Wolfgang Witte vom Robert Koch-Institut, Bereich Wernigerode.“

Bild: GenerationenHochschule zum Thema „Die mikrobiellen Infektionserreger und wir – wer wird das letzte Wort haben?“ mit Prof. Dr. Wolfgang Witte vom Robert Koch-Institut, Bereich Wernigerode.

06.04.2011 | Vorlesung April 2011, "Das Welthandelssystem - Chance für die globale wirtschaftliche Teilhabe von Entwicklungsländern?"

Dr. Frank Altemöller, Fachbereich Verwaltungswissenschaften, Hochschule Harz

Chance für die globale wirtschaftliche Teilhabe von Entwicklungsländern?

GenerationenHochschule beleuchtete Welthandelssystem

Die zweite Vorlesung der GenerationenHochschule im Sommersemester 2011 lockte auch am Dienstag, dem 5. April 2011, wieder zahlreiche Interessenten ins AudiMax auf dem Wernigeröder Campus. Dozent Dr. Frank Altemöller, Vertreter der Professur für Deutsches, Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht am Fachbereich Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz, referierte zum spannenden Thema „Das Welthandelssystem - Chance für die globale wirtschaftliche Teilhabe von Entwicklungsländern?“.


Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann nutzte eingangs der Veranstaltung die Gelegenheit, den erfahrenen Juristen Dr. Altemöller allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern persönlich vorzustellen und freute sich besonders, „einen Insider der Materie präsentieren zu dürfen, der durch seine Zusammenarbeit mit dem Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Fachmann auf diesem Gebiet ist“.


Zur Einführung in das allzeitig aktuelle Thema gab Dr. Altemöller einen kurzen Überblick zu den Perspektiven wirtschaftlicher Integration und Charakteristika weltlichen Handels. Dabei forderte er dazu auf, das positive Szenario der klassischen Außenhandelstheorie, wonach alle Teilnehmer als Gewinner hervorgehen würden, mit einem kritischen Blick zu betrachten und beleuchtete Problemsituationen, die längst in der Realität des Welthandelssystems vorhanden seien. Dazu zählten beispielsweise Agrarsubventionen und Protektionismus von Industrieländern, welche den Exporthandel der Entwicklungsländer erheblich einschränkten.


Im zweiten Teil der Vorlesung ging der Dozent auf einige Lösungsansätze zur Verbesserung wirtschaftlicher Integration ein. Dabei sprach er unter anderem eine restriktivere Liberalisierung an, welche beispielsweise die Agrarsubventionen einschränken könnte und stellte die Frage in den Raum, ob eine Intensivierung der jeweiligen Regionalintegration nicht eine Alternative zum Welthandelssystem darstellen könnte. Abschließend verwies Dr. Altemöller darauf, dass es weniger an Konzepten, als vielmehr an deren Umsetzung mangele. „Alle Empfehlungen hängen wie eine schöne ‚rosa Wolke‘ über uns. Die Frage ist nur, wie wir diese Ziele herunterholen wollen, denn wirkliche Mechanismen oder Instrumente um die Vorschläge in geltendes Recht umzusetzen wurden noch nicht vorgestellt.“


Im zweiten Teil der Vorlesung ging der Dozent auf einige Lösungsansätze zur Verbesserung wirtschaftlicher Integration ein. Dabei sprach er unter anderem eine restriktivere Liberalisierung an, welche beispielsweise die Agrarsubventionen einschränken könnte und stellte die Frage in den Raum, ob eine Intensivierung der jeweiligen Regionalintegration nicht eine Alternative zum Welthandelssystem darstellen könnte. Abschließend verwies Dr. Altemöller darauf, dass es weniger an Konzepten, als vielmehr an deren Umsetzung mangele. „Alle Empfehlungen hängen wie eine schöne ‚rosa Wolke‘ über uns. Die Frage ist nur, wie wir diese Ziele herunterholen wollen, denn wirkliche Mechanismen oder Instrumente um die Vorschläge in geltendes Recht umzusetzen wurden noch nicht vorgestellt.“


Die nächste GenerationenHochschule findet am 3. Mai 2011 um 17 Uhr im AudiMax auf dem Wernigeröder Campus statt. Prof. Dr. Wolfgang Witte vom Robert Koch Institut in Wernigerode wird eine interessante Vorlesung zum Thema „Die mikrobiellen Infektionserreger und wir - wer wird das letzte Wort haben?“ gestalten. Alle Interessierten sind wie immer herzlich zur Teilnahme eingeladen. Die Anmeldung ist online möglich.



Dr. Frank Altemöller, Vertreter der Professur für Deutsches, Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht, referierte in der GenerationenHochschule.“

Bild: Dr. Frank Altemöller, Vertreter der Professur für Deutsches, Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht, referierte in der GenerationenHochschule zum Thema „Das Welthandelssystem - Chance für die globale wirtschaftliche Teilhabe von Entwicklungsländern?“

03.03.2011 | Vorlesung März 2011, "Die ersten FrauenStimmen aus der Region - Sachsen-Anhalt in Parlamenten der Weimarer Republik"

Dr. Elke Stolze, Halle

42. Vorlesung der GenerationenHochschule an der Hochschule Harz

Historikerin erinnerte an die Revolution zur Durchsetzung des Frauenwahlrechts

Pünktlich zum Internationalen Frauentag und zu den im März bevorstehenden sechsten Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt widmete sich die Februar-Vorlesung der GenerationenHochschule in Zusammenarbeit mit dem Frauenzentrum Wernigerode einem politisch hochbedeutenden Thema: dem Frauenwahlrecht in Deutschland. Dr. Elke Stolze, freiberufliche Historikerin, war nach einem spannenden Vortrag im April 2009 bereits zum zweiten Mal Gastdozentin der Vorlesungsreihe und referierte an der Hochschule Harz unter dem Titel „Die ersten FrauenStimmen aus der Region – Sachsen-Anhalt in Parlamenten der Weimarer Republik“. Begrüßt wurden die interessierten Besucher zunächst durch die Leiterin des Akademischen Auslandsamtes, Katja Schimkus: „Das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht für Frauen ist heute selbstverständlich. Vielen Menschen ist kaum bewusst, wie anstrengend der Kampf einiger Pionierinnen der Frauenbewegung war. Umso mehr freue ich mich, dass Elke Stolze daran erinnert“.


Im Rahmen der knapp zweistündigen Vorlesung reiste die Geschichtsexpertin Stolze mit ihren Zuhörerinnen und Zuhörern zurück in die Zeit um 1900. „Bis ins 20. Jahrhundert waren Frauen von der Wahrnehmung politischer Rechte ausgeschlossen. Doch sie bewiesen Mut, indem revolutionäre Vertreterinnen wie Rosa Luxemburg und Clara Zetkin in Demonstrationen ein einheitliches Wahlrecht und damit ihre politische Gleichstellung forderten. Ein bedeutendes Beispiel dafür ist der 1911 ursprünglich als Protesttag ausgerufene und bis dato bekannte Internationale Frauentag“, so Elke Stolze. Dank ihrer Vehemenz im jahrzehntelangen Kampf gegen zahlreiche Widerstände wurde den Frauen im Zuge der Novemberrevolution 1918 schließlich das Wahlrecht zugesprochen. „Mit dem neuen Recht ausgestattet eröffnete sich Frauen die Möglichkeit, als Abgeordnete für die Parlamente zu kandidieren, Mandate auszuüben sowie eine politische Karriere einzuschlagen“, erklärte die Historikerin. Frühe Parlamentarierinnen wie Anna Hübler aus Schkeuditz und Minna Bollmann aus Halberstadt blieben oft nur wenige Monate im Amt. „Erst Frieda Fiedler aus Bernburg schaffte es, über zwei Wahlperioden Landtagsabgeordnete des Freistaates Anhalt zu bleiben. Gleichfalls gelang ihr der Einzug in den Reichstag“, erinnerte Elke Stolze an das politische Engagement der ersten Politikerinnen.


Die nächste GenerationenHochschule findet am Dienstag, dem 5. April 2011, zwischen 17 und 19 Uhr im AudiMax, Gebäude „Papierfabrik“
(Haus 9), auf dem Wernigeröder Campus statt. Dr. Frank Altemöller vom Fachbereich Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz spricht über „Das Welthandelssystem – Chance für die globale wirtschaftliche Teilhabe von Entwicklungsländern?“. Anmeldungen für diese Veranstaltung sind online möglich.Hier sind ebenfalls das gesamte Veranstaltungsprogramm sowie fotografische Impressionen abrufbar.



Dr. Elke Stolze zum Thema „Die ersten FrauenStimmen aus der Region - Sachsen-Anhalt in Parlamenten der Weimarer Republik“

Bild: GenerationenHochschule mit Dr. Elke Stolze zum Thema „Die ersten FrauenStimmen aus der Region - Sachsen-Anhalt in Parlamenten der Weimarer Republik“ an der Hochschule Harz.

03.02.2011 | Vorlesung Februar 2011, "Privatsphäre im 21. Jahrhundert - aktuelle Themen des Datenschutzes"

Dr. Harald von Bose, Landesbeauftragter für den Datenschutz Sachsen-Anhalt

GenerationenHochschule auf dem Wernigeröder Campus

Landesbeauftragter für Datenschutz referierte über Privatsphäre im 21. Jahrhundert

Mit ungebrochen hohem Interesse wurde auch die Februar-Veranstaltung der GenerationenHochschule zum Thema „Privatsphäre im 21. Jahrhundert – aktuelle Themen des Datenschutzes“ von rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Harz-Region besucht. Begrüßt wurden die GenerationenHochschul-Studierenden zum Vortrag von Dr. Harald von Bose, Landesbeauftragter für den Datenschutz in Sachsen-Anhalt, durch Michael Schilling, Kanzler der Hochschule Harz. „Uns umgibt heute eine Vielzahl von Informationssystemen, angefangen vom Handy, das Bewegungsdaten speichern kann, bis hin zur Kreditkarte, die unseren Standort preisgibt. Aber wollen wir das? Allein kann keiner mehr den Überblick behalten, wir brauchen deshalb jemanden, der mit für die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen sorgt“, leitete der Hochschul-Kanzler treffend das viel diskutierte Thema ein.


„Privates wird zunehmend öffentlicher und bleibt nicht mehr nur in unseren vier Wänden“, begann Dr. Harald von Bose seinen zweistündigen Vortrag und gab einen kurzen Überblick über die Entwicklung und den Wertewandel im Bereich der Privatsphäre und des Datenschutzes seit den 70er Jahren. Dabei hob der erfahrene Referent hervor, dass unser sonstiger Argwohn der Technik gegenüber verschwinde, da durch den täglichen Umgang ein zunehmender Gewöhnungseffekt eintrete. „Über das Internet, insbesondere durch die Sozialen Netzwerke wie Facebook, geben wir freiwillig vielerlei Informationen preis, allerdings sollten wir dies nicht ohne eine gewisse Skepsis tun. Auch diejenigen, die meinen, sie hätten nichts zu verbergen, können nicht wissen, wie weit ihre Daten vernetzt, verbreitet und verwendet werden.“ Doch nicht nur durch unser eigenes Zutun werde die Privatsphäre zunehmend transparenter. Auch die Wirtschaft, die Verbraucherdaten für eventuelle Werbevorteile sammelt, und unverändert auch der Staat insbesondere im Bereich der inneren Sicherheit, würden zu dieser Entwicklung beitragen.


Im zweiten Teil erläuterte von Bose technische Maßnahmen für mehr Privatsphäre, wie beispielsweise einen noch nicht ausgereiften „digitalen Radiergummi“ sowie die Notwendigkeit einer Modernisierung des Datenschutzrechts, da Daten in immer komplexeren Systemen weitergeleitet würden, die kaum noch kontrollierbar seien. Dabei betonte er, dass jeder selbstständig ein Bewusstsein und eine Sensibilität für Datenschutz entwickeln müsse. „Wer etwas zu verbergen hat, darf deshalb kein schlechtes Gewissen haben. Wenn der Staat nicht in der Lage ist, den Bürger ausreichend vor Datenmissbrauch zu schützen, leidet die gesamte Gesellschaft, denn der Demokratiegedanke erfährt dadurch einen herben Vertrauensverlust“, so der Datenschutzexperte abschließend.


Die nächste GenerationenHochschule findet am Dienstag, dem 1. März 2011, zwischen 17 und 19 Uhr im AudiMax auf dem Wernigeröder Campus statt. Dr. Elke Stolze, Wissenschaftlerin aus Halle, referiert über „Die ersten FrauenStimmen aus der Region – Sachsen-Anhalt in Parlamenten der Weimarer Republik“. Anmeldungen für diese Veranstaltung sind online möglich.



Dr. Harald von Bose referierte in der GenerationenHochschule zum Thema „Privatsphäre im 21. Jahrhundert – aktuelle Themen des Datenschutzes“.“ width=

Bild: Dr. Harald von Bose, Landesbeauftragter für den Datenschutz Sachsen-Anhalt, referierte in der GenerationenHochschule zum Thema „Privatsphäre im 21. Jahrhundert – aktuelle Themen des Datenschutzes“.

13.01.2011 | Vorlesung Januar 2011, "Heroin im Harz - Volkskrankheit Sucht"

Chefarzt Dr. med. Eckart Grau, FA für Psychosomatik und Psychotherapie, Suchtmedizin und Sozialmedizin sowie Leiter Rehabilitationsklinik Diakonie-Krankenhaus Elbingerode
Dr. med. Matthias Bosse, FA für Allgemeinmedizin, Sportmedizin; Suchtmedizinische Schwerpunktpraxis; Akademische Lehrpraxis der Uni Magdeburg; Mitglied im ZEFAG-Netzwerk Wernigerode

40. Vorlesung der GenerationenHochschule

Experten-Team informierte über die Volkskrankheit Sucht – Heroin im Harz

Am Dienstag, dem 11. Januar 2011, setzten Dr. med. Eckart Grau, Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie und Chefarzt im Diakonie Krankenhaus Elbingerode, und Dr. med. Matthias Bosse, Allgemeinmediziner, Suchtmediziner und Mitglied im ZEFAG-Netzwerk, nur wenige Tage nach Jahresbeginn die bekannte Vorlesungsreihe GenerationenHochschule mit dem vieldiskutierten Thema „Heroin im Harz – Volkskrankheit Sucht“ fort. Trotz stürmischem Winterwetter konnte Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann erneut mehr als 270 Interessierte auf dem Wernigeröder Hochschulcampus begrüßen. „Ich freue mich, dass Sie der GenerationenHochschule treu sind. Dieser enorme Erfolg war zu Beginn der Veranstaltungsreihe vor knapp vier Jahren nicht absehbar. Ihr Interesse zeigt jedoch, dass die kostenfreien Vorlesungen zu mannigfaltigen Themen nicht nur eine einzigartige, sondern auch äußerst beliebte Institution im Land Sachsen-Anhalt sind“, war Willingmann sichtlich stolz.


Im Rahmen der zweistündigen Vorlesung referierten Bosse und Grau zum Phänomen „Sucht“. „Sucht zeigt sich in einem selbstschädigenden Verhalten und in der Einnahme von gefährlichen Suchtstoffen“, erklärte Grau. „Prinzipiell kennen wir alle dies von einem guten Essen – unser Verstand sagt uns irgendwann ‚es ist genug‘, allerdings essen wir trotz Sättigung oft weiter.“ Bereits seit 15 Jahren engagieren sich beide Ärzte im Suchthilfesystem und betreuen unter anderem alkohol- und drogenkranke Patienten. „Zuerst wird der Rauschzustand als angenehm erlebt. Wenn man jedoch nicht mehr kontrollieren kann, wann genug ist und durch das berauschende Glücksgefühl immer öfter versucht, der Wirklichkeit zu entfliehen, beginnt der Teufelskreis“, so Grau. „Alle Lebensbereiche werden nach und nach in Beeinträchtigung gezogen – Ehe, Kinder, Arbeitsplatz.“ Außenstehende verstehen das Handeln der Suchtkranken kaum. „Süchtige delegieren ihren Leidensdruck nach außen, was eine Kette von Reaktionen auslöst. Begleiterkrankungen wie Depressionen, Angststörungen und Infektionskrankheiten wie auch individuelle gesundheitliche und soziale Folgen für die Betroffenen und deren Familien gehen einher mit der Abhängigkeit“, schloss Bosse. „Angehörige werden co-abhängig. Auch sie brauchen professionelle Hilfe.“ Die beiden Mediziner zählten neurobiologische, soziale und genetische Ursachen der Entstehung von Süchten auf und veranschaulichten ihren Vortrag zusätzlich durch die Vorstellung echter Suchtstoffe und szenetypischer Utensilien für den Drogenkonsum.


Weitere Gäste wie Klaus-Dieter Krebs von der Suchtberatungsstelle Wernigerode und Holger Eheleben von der Kriminalpolizei Halberstadt schilderten die konkrete Situation des Alkohol- und Drogenkonsums im Harzkreis. „Viele Delikte sind uns bekannt. Dennoch ist das Dunkelfeld immens hoch. Häufig handelt es sich um Beschaffungskriminalität“, erklärte Eheleben. Ihren bewegenden Höhepunkt fand die Veranstaltung im Erfahrungsbericht eines Betroffenen. Stigmatisierungen, persönliche Erfahrungen mit illegalem Drogenkonsum und seinen gesellschaftlichen Folgen sowie therapeutische Möglichkeiten kamen zur Sprache. Besonders diese offenen Worte dankten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der GenerationenHochschule mit einem anerkennenden Applaus.


Die nächste GenerationenHochschule findet am Dienstag, dem 1. Februar 2011, zwischen 17 und 19 Uhr im AudiMax auf dem Wernigeröder Campus statt. Dr. Harald von Bose, Landesbeauftragter für den Datenschutz Sachsen-Anhalt, referiert über die „Privatsphäre im 21. Jahrhundert – aktuelle Themen des Datenschutzes". Anmeldungen für diese Veranstaltung sind online möglich. Hier sind ebenfalls das gesamte Veranstaltungsprogramm sowie fotografische Impressionen abrufbar.



Mit großem Interesse verfolgten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Januar-Vorlesung zum Thema „Heroin im Harz – Volkskrankheit Sucht“ im AudiMax der Hochschule Harz am Standort Wernigerode.“ width=

Bild: Mit großem Interesse verfolgten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Januar-Vorlesung der GenerationenHochschule zum Thema „Heroin im Harz – Volkskrankheit Sucht“ im AudiMax der Hochschule Harz am Standort Wernigerode.